Geotechnik

Geologie
Ein Neubaugebiet...
Geotechnik
...entsteht

In der Geotechnik wird mit der Baugrunduntersuchung die Verbindung zwischen dem Bauingenieurwesen und den Geo- wissenschaften hergestellt. Naturgegeben weist der Boden sehr unterschiedliche Eigenschaften auf, die bei der Planung einer Bebauung berücksichtigt werden müssen. Um siche- res und wirtschaftliches Bauen zu ermöglichen, sind daher exakte Kenntnisse der Geologie und der Hydrogeologie auf der Baustelle unumgänglich. Durch die Anpassung des Bauwerks an den Untergrund kann das Baugrundrisiko minimiert und spätere Kosten verhindert werden. Bei der Baugrunderkundung werden bodenmechanische Eigen- schaften, Grundwasserstände und Schichtmächtigkeiten erkundet und eine Gründungsberatung erarbeitet.

 

Die klassische Baugrunderkundung ist jedoch nur ein Teil- bereich der Geotechnik. So gehören auch die technischen Ausführungen im Bereich der Umweltgeotechnik in diesen Bereich. Unter dem Stichwort Altlastenerkundung wird auf Sanierungsmaßnahmen von Boden und Grundwasser hin- gewiesen.

 

Bei der Planung von Baugebieten wird immer auch die Eig- nung des Untergrundes zur Versickerung von Regenwasser überprüft. Durch die Versiegelung des Untergrundes fallen große Mengen von Regenwasser an, die zur Kostenmini- mierung am besten gleich vor Ort im Untergrund versickert werden. Durch Erkundungsmaßnahmen und Berechnungen wird überprüft, ob der Boden für die Versickerung von Regenwasser geeignet ist und die anfallenden Regenmengen bewältigen kann.

 

Für die exakte Erfassung der bodenmechanischen Parameter werden Bodenproben in anerkannten Erd- baulaboren auf ihre Eigenschaften untersucht. Die Ergebnisse der Feld- und Laboruntersuchungen stellen dann, in Verbindung mit langjährigen Erfahrungswerten, die Grundlage für die Empfehlungen zur angestrebten geotechnischen Maßnahme dar.